Hintergrund des Projektes


Die individuelle Fortbewegung und alltägliche Mobilitätsmuster nehmen einen ungemein wichtigen Part unseres Lebens ein.  Der Verkehrssektor ist für einen hohen Anteil am Gesamtenergieverbrauch verantwortlich und nimmt aktuell 30 % des Energieverbrauchs in Deutschland ein.  Vergleicht man die Deckung des Energiebedarfs über erneuerbare Energiequellen so sind diese im Bereich der Mobilität verglichen mit Sektor Strom (bei 31,5 %; 2015) und Wärme (bei 13,3 %; 2015) mit knapp über 5 % sehr gering ausgebaut. Die Treibstoffe für die Fahrzeuge zeichnen sich durch einen enorm hohen Anteil an fossilen Brennstoffen aus, die wiederum für eine Belastung durch Treibhausgase (Kohlenstoffdioxid, Stickoxide) sorgen.
Die Elektromobilität kombiniert mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen, kann zukünftig eine wirksame Alternative zur Bekämpfung des Klimawandels sein. Trotz staatlicher Förderung und einer steigenden Anzahl verfügbarer Modelle unterschiedlichster Autohersteller ist die Akzeptanz für Elektrofahrzeuge in Deutschland noch sehr gering. Der Ausdruck „RIP“ (Reichweite, Infrastruktur, Preis) fasst die vorherrschende Zurückhaltung zusammen. Zu geringe Reichweiten, mangelnde Infrastruktur an Ladesäulen und ein zu hoher Preis stehen einer Kaufentscheidung für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug entgegen. Jedoch hat sich in gerade in den letzten beiden Jahren in diesen drei Bereichen auch einiges zum Positiven entwickelt: die Akku-Reichweite der üblichen Marktmodelle liegt mittlerweile bei realistischen 300 km und der Ausbau der Ladeinfrastruktur wird forciert.
Ein Blick auf die Situation im Projekt-Gebiet der Landkreise Bayreuth, Hof und Wunsiedel zeigt den noch verschwindend geringen Anteil der Elektromobilität mit weit unter 1 % und spiegelt somit die Situation in ganz Deutschland wider. Deshalb fördern die drei Landkreise mit dem aus LEADER-Mitteln geförderten Projekt „E-Lenker sind Zukunftsdenker“ die Akzeptanz für E-Mobilität in der Region durch unabhängige Information und Beratung.